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Canny Elevator AS380 Gen2 Integrierter Controller: Wichtige Tipps für die Inbetriebnahme und einen stabilen Aufzugsbetrieb

Da moderne Aufzugsanlagen immer intelligenter werden, spielt die fachgerechte Inbetriebnahme eine entscheidende Rolle für zuverlässigen Betrieb, Fahrgastkomfort und langfristige Betriebsstabilität. Der integrierte Regler Canny Elevator AS380 Gen2 vereint Antriebs- und Steuerungsfunktionen in einem einzigen System und ermöglicht so eine effizientere Installation bei gleichzeitig umfassenden Einstellmöglichkeiten der Parameter.

Bei der Inbetriebnahme müssen die Techniker die Systemparameter sorgfältig konfigurieren, die Sicherheitsschaltungen überprüfen, die Betriebsbedingungen testen und die Schachtlernung abschließen, bevor der Aufzug in den regulären Betrieb genommen werden kann. Ein systematischer Inbetriebnahmeprozess verbessert nicht nur die Betriebsleistung, sondern trägt auch dazu bei, zukünftige Wartungsprobleme zu reduzieren.

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Vorbereitung auf die Inspektions- und Geschwindigkeitsinbetriebnahme

Vor der Inbetriebnahme des Controllers müssen alle mechanischen und elektrischen Installationen gründlich überprüft werden.

Die Techniker sollten Folgendes bestätigen:

  • • Die Aufzugsinstallation ist abgeschlossen und mechanisch sicher.
  • • Der Sicherheitskreis und der Türverriegelungskreis funktionieren einwandfrei.
  • • Die Motorstromkabel (U, V und W) sind ordnungsgemäß angeschlossen.
  • • Die Bremsverkabelung wurde ordnungsgemäß ausgeführt.
  • • Das Encoderkabel ist fest mit der PG-Platine verbunden.
  • • Die Statusanzeigen des Controllers für den Sicherheitskreis, das Türschloss und die zugehörigen Eingänge zeigen normale Betriebsbedingungen an.

Diese Vorabprüfungen bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Inbetriebnahme und helfen, unnötige Störungen beim Anfahren zu vermeiden.

Konfigurieren der grundlegenden Controller-Parameter

Vor dem Betrieb des Aufzugs im Inspektionsmodus muss die Steuerung gemäß den Spezifikationen des Aufzugs konfiguriert werden.

Ein typisches Projekt könnte folgende Konfiguration umfassen:

Parameter

Typische Einstellung

Nenngeschwindigkeit 1,0 m/s
Etagen / Haltestellen 11 Etagen / 11 Haltestellen
Motorbemessungsstrom 14 A
Nenndrehzahl des Motors 95 U/min
Motorspannung 380 V
Motorpole 24
Motortyp Permanentmagnet-Synchronmotor
Encodertyp Heidenhain ERN1387
Encoder-Auflösung 2048 Impulse

Andere Reglerparameter können im Allgemeinen auf ihren werkseitigen Standardwerten belassen werden, es sei denn, die Gegebenheiten vor Ort erfordern zusätzliche Anpassungen.

Inspektionsgeschwindigkeitsprüfung

Nach Abschluss der Parameterkonfiguration kann der Aufzug in den Inspektionsmodus versetzt werden.

Beim ersten Startvorgang führt die Steuerung automatisch eine Motoridentifizierung und -kalibrierung durch. Nach erfolgreichem Abschluss der Kalibrierung sollte der Aufzug mit Inspektionsgeschwindigkeit reibungslos fahren.

Die Techniker sollten während dieser Phase den Motorstrom und den Betriebszustand genau beobachten.

Bei ungewöhnlich hohem Motorstrom sollte zunächst die Geberverdrahtung überprüft werden. Ist die Geberverbindung korrekt, muss die Motorphasenfolge kontrolliert werden. Gegebenenfalls muss die Drehrichtung des Motors umgekehrt werden, wenn die tatsächliche Drehrichtung nicht der Sollrichtung entspricht.

Hochgeschwindigkeits-Inbetriebnahme

Sobald der Betrieb mit Inspektionsgeschwindigkeit verifiziert ist, kann die Inbetriebnahme auf normale Betriebsgeschwindigkeit umgestellt werden.

Vor der Aktivierung des automatischen Betriebs sollten verschiedene Systeme überprüft werden, darunter:

  • • Leistung des Türantriebs
  • • Türöffnungs- und -schließsignale
  • • Landesensoren
  • • Nivellierflügel
  • • Obere und untere Verlangsamungsschalter
  • • Sicherheitseingangssignale

Anders als im Inspektionsmodus müssen während der Hochgeschwindigkeits-Inbetriebnahme alle Sicherheitsschaltungen aktiv bleiben. Sicherheitseinrichtungen dürfen während der Prüfung niemals überbrückt werden.

Monitor-Controller-Eingänge

Mithilfe des tragbaren Programmiergeräts können die Techniker den Eingangsstatus des Controllers in Echtzeit überwachen.

Besonderes Augenmerk sollte während der gesamten Fahrt des Aufzugs auf die Brems- und Nivellierungssignale gelegt werden.

Wenn sich der Fahrkorb den oberen oder unteren Etagen des Terminals nähert, müssen die Bremsschalter in der richtigen Reihenfolge aktiviert werden und so lange aktiv bleiben, bis das Nivellierungssignal erkannt wird. Eine falsche Signalzeitpunktierung kann zu ungenauer Nivellierung oder einem fehlgeschlagenen Lernvorgang des Förderschachts führen.

Es sollten auch die Türpositionssignale überprüft werden, um sicherzustellen, dass die Steuerung vollständig geöffnete und vollständig geschlossene Türpositionen korrekt erkennt.

Selbstlernprozesse im Schacht durchführen

Die Steuerung AS380 Gen2 verfügt über eine automatische Schacht-Selbstlernfunktion, die die Inbetriebnahme erheblich vereinfacht.

Nach dem Start des Selbstlernprozesses kehrt der Aufzug automatisch ins unterste Stockwerk zurück, führt einen kompletten Türöffnungszyklus durch, misst die Höhe jedes Zwischenstopps und fährt ins oberste Stockwerk, während er die Positionsdaten der Etagen aufzeichnet.

Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, erstellt die Steuerung das für einen präzisen automatischen Betrieb erforderliche Fahrprofil.

Feinabstimmung der Bodennivellierung

Nach dem Selbststudium sollten die Techniker die Nivellierungsgenauigkeit bei jedem Landeanflug überprüfen.

Hält der Aufzug unterhalb der Haltestellenebene an, sollten die Nivellierungsparameter entsprechend erhöht werden. Schwebt der Aufzug über die Haltestellenebene hinaus, sollte der entsprechende Parameter verringert werden.

Feineinstellungen können je nach Maschine, Installationsqualität und Baustellenbedingungen variieren.

Optimierung des Fahrkomforts

Die abschließende Inbetriebnahmephase konzentriert sich auf die Verbesserung des Fahrkomforts.

Der AS380 Gen2-Controller ermöglicht es Ingenieuren, Folgendes zu optimieren:

  • • Sanfter Start
  • • Beschleunigungseigenschaften
  • • Verzögerungsleistung
  • • Mittlere Reisegeschwindigkeit
  • • Hochgeschwindigkeitsreisen
  • • Servosteuerung bei Nullgeschwindigkeit

Da jede Anlage unterschiedliche Motoreigenschaften und Lastbedingungen aufweist, sollten diese Parameter entsprechend der tatsächlichen Betriebsleistung angepasst werden, anstatt für jedes Projekt identische Werte zu verwenden.

Abschließende Systemverifizierung

Vor der Übergabe des Aufzugs muss eine vollständige Funktionsprüfung durchgeführt werden.

Folgende Punkte sollten alle getestet werden:

  • • Automatischer Betrieb
  • • Hallenrufkommunikation
  • • Landeanrufe
  • • Türbedienung
  • • Genaue Nivellierung
  • • Sicherheitsschaltungen
  • • Inspektionsmodus
  • • Notfallfunktionen

Erst wenn alle Inbetriebnahmepunkte überprüft wurden, sollte der Aufzug für den normalen Fahrgastbetrieb freigegeben werden.

Die Inbetriebnahme ist einer der wichtigsten Schritte bei der Installation eines Canny-Aufzugs mit integriertem Controller AS380 Gen2. Von der Parameterkonfiguration und der Prüfung der Inspektionsgeschwindigkeit bis hin zum Selbstlernprozess des Aufzugsschachts und der Optimierung des Fahrkomforts trägt jeder Schritt zur allgemeinen Sicherheit, Zuverlässigkeit und Betriebseffizienz des Aufzugs bei.

Für Wartungsunternehmen und Aufzugsfachleute kann die Einhaltung eines standardisierten Inbetriebnahmeverfahrens Anlauffehler deutlich reduzieren, die Nivellierungsgenauigkeit verbessern und den Fahrgastkomfort erhöhen.

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Veröffentlichungsdatum: 17. Juli 2026